Aufgaben und Zielsetzungen des ZI

Gynäkologische Zytologie 

Die Hauptaufgabe des Zytologischen Institutes ist die Befundung der sogenannten Pap-Abstriche vom Gebärmutterhals. Mehr als 220.000 Abstriche werden von über 140 niedergelassenen Gynäkologen an das Institut eingesandt.
 
Zwei Drittel aller gynäkologischen Abstriche der Steiermark, ein Drittel der gynäkologischen Abstriche Kärntens und Einsendungen aus dem Burgenland werden am Zytologischen Institut befundet, somit ist es die größte öffentliche Einrichtung Österreichs auf diesem Gebiet.
Der Pap-Abstrich dient in erster Linie nicht der Diagnose von Gebärmutterhalskrebs, sondern der Erkennung seiner Vorstufen, der sogenannten Dysplasien. Diese heilen in der Regel von selbst aus, müssen aber insbesondere bei älteren Patientinnen (>35) rechtzeitig erkannt und kontinuierlich überwacht werden. Bei Fortschreiten werden therapeutische Maßnahmen (z. B. Konisation) ergriffen, um die Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses zu verhindern. Diese einfache und kostengünstige Untersuchungsmethode, die seit mehr als 50 Jahren durchgeführt wird, hat zu einer Reduktion des Gebärmutterhalskrebses um 70% geführt.
 

Damit leistet die KAGes einen wesentlichen Beitrag zur Präventivmedizin in der Steiermark und den benachbarten Bundesländern.

 

 

Extragenitale Zytologie

 
Es besteht der Zusatzauftrag, ca. 10.000 sogenannte extragenitale zytologische Präparate auf Tumore und andere Erkrankungen zu untersuchen. Es handelt sich hierbei um Abstriche bzw. Punktate aus allen Organbereichen, insbesondere Lunge, Mamma, Schilddrüse, Lymphknoten, Ovar und Pankreas.
Die gleiche Aufgabenstellung liegt auch der Befundung von Körperhöhlenergüssen, sowie Urin zugrunde.
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    Histologie
Rund 3.000 kleine Gewebsproben unterschiedlicher Herkunft werden im histologischen Labor verarbeitet und zur Befundung vorgelegt. Bei Bedarf erfolgt eine weitere Abklärung mittels additiver Untersuchungsmethoden wie der Immunhistochemie.
Seit der Zusammenlegung mit der Zytologie der Universitätsfrauen-klinik ( UFK ) ist das Zytologische Institut auch für die technische Durchführung der Schnellschnitte der Neurochirurgie zuständig. 2013 wurde von rund 200  Präparaten ein Schnellschnitt erstellt, 2014 und 2015  waren es etwas über 200 Präparate.
Untersuchungsmethoden
  • Konventionelle Zytologie
  • Dünnschichtzytologie
  • Zellblocktechnik
  • Zytochemie
  • HPV (in Zusammenarbeit mit der UFK)
  • Immunhisto- und Immunzytochemie (auch in Zusammenarbeit mit der Pathologie LKH Hochsteiermark)
  • CISH / FISH

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 20.12.2016