Entwicklung EDV-gestützter Projekte:

Das zytologische Institut beschäftigt intensiv mit der Entwicklung von EDV-gestützten Prozessen. Dies hat zwei prinzipielle Zielsetzungen:
1. Möglichst effizientes Einsetzen der personellen Ressourcen für die Routinetätigkeiten, wie das Befunden und Administrieren von Proben
2. Im Rahmen der Qualitätssicherung das Streben nach einem Maximum an Sicherheit, damit z.B. Verwechslungen weitgehend ausgeschlossen und zusätzlich positive Befunde nicht übersehen werden können.

Um dies zu erreichen bedarf es vieler kleiner Schritte und bereichsübergreifender Gedanken um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Dies wird im Folgenden anhand von drei Beispielen dargelegt:
Abgeschlossene und umgesetzte Projekte:
 
EDV-gestützter Zuweisungsschein:
 
Dieses Projekt erfüllt beide oben genannten Zielsetzungen. Hierbei wurde ein  Zuweisungsschein mit den Patientendaten (im Wesentlichen die SV-Nummer) in Form eines Barcodes entwickelt der sekundär eine Abfrage der gewünschten Daten (Name, Vorname, Geb.Datum etc.) aus der Datenbank des Sozialverbandes erlaubt. Dafür notwendig war eine gute Zusammenarbeit hausintern und  extern, also auch mit der Gebietskrankenkasse, den Zuweisern sowie den EDV-Firmen um aus der Idee letztendlich ein erfolgreiches Projekt machen zu können. Somit konnten wir eine Entlastung des Sekretariats (und damit Gewinn von Zeitressourcen für andere anstehende Aufgaben) mit einer eindeutigen Patientenidentifikation verbinden.
2011 war der Aufruf an die MA  des LKH-Klinikum Graz Vorschläge  zum Abbau von Bürokratie einzubringen erfolgt. 240 Verbesserungsvorschläge wurden eingereicht, wir haben uns mit der Entwicklung des EDV-gestützten Zuweisungsscheins daran beteiligt. Am 19.4.2012 fanden die Auswahl und die Prämierung des besten Vorschlags durch eine hochkarätige Jury (LR Mag. Edlinger-Ploder, LABG Lechner-Sonnek, LADir. Mag. Hirt, Dr. Sittinger etc.) statt. Als glückliche Gewinner konnte sich Prim. Dr. Tötsch mit seinem Team den Scheck über € 5.000, abholen der für interne Projekte Verwendung fand.
 

 

Automatisierter Ausdruck des Tascherletiketts:
 

Auch hier erfüllt das Projekt beide oben genannten Zielsetzungen. Um eine aktuelle Zytologie im Gesamtkontext seiner Vorbefunde und allfälliger histologischer Diagnosen korrekt befunden zu können werden relevante Präparate in einem sogenannten „Tascherl“ mit Historie der Patientin zusammengefasst. Andererseits erspart dieses Tascherl auch das mühsame Zusammensuchen von alten Präparaten und Vorbefunden. Bis dato wurde diese Historie händisch geführt, diese handschriftlichen Notizen erfolgten nach Ermessen des Einzelnen und wurden sehr individuell durchgeführt. Um dies zu automatisieren, andererseits eine Durchgängigkeit in der Umsetzung zu gewährleisten wurde in Zusammenarbeit mit der zuständigen EDV-Firma ein Konzept entwickelt, welches nach von uns festgesetzten Kriterien ein Deckblatt für das Tascherl generiert, welches die relevanten Daten (zytologische Befundkategorie, Erläuterung, Datum des Befundes, Materialart, Präparatenummer, befundender Arzt, Lokalisation und histologischen Befund) aus der EDV übernimmt und in gedruckter, standardisierter Form aufweist.


 

 

 
 

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Letzte Aktualisierung: 15.11.2018
Univ.Doz.Dr.
Martin Tötsch

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