Dünnschichtzytologie

Die Dünnschichtzytologie wird auch  flüssigkeitsbasierte Zytologie genannt und ist eine spezielle Methode im Rahmen der Zellaufbereitung z.B. bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs oder in der Schilddrüsendiagnostik.
Bei der Dünnschichtzytologie wird das Zellmaterial in ein kleines Gefäß mit Flüssigkeit übergeführt und somit eine Zelllösung hergestellt, in welcher sich nahezu 100% des gewonnenen Materials wiederfindet. Dieses Procedere hat den Effekt einer optimalen Fixation der Zellen, sekundär werden Verunreinigungen wie Blut, Schleim und zu einem geringen Maße auch Entzündungszellen, die das Zellbild verschleiern könnten, entfernt.
Die in der Flüssigkeit vorliegenden Zellen werden mittels Automaten in einer dünnen Schicht auf einen Objektträger aufgetragen. Es ergibt sich durch diese Verfahrensweise ein für den Untersucher gut zu beurteilendes Abstrichpräparat. Der eigentliche Nutzen besteht aber in der Möglichkeit das Restmaterial sekundär für weitere Untersuchungen, wie z.B. den HPV-Nachweis heranziehen zu können.
Da dieses Verfahren aber deutlich kostenintensiver als die konventionelle Zytologie ist, wird es in Österreich noch nicht als Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms, wie z.B. in den USA oder Großbritannien von den Krankenkassen anerkannt.
 
Beispiel Gyn Zyto 1.JPG
PAP-Abstrich ohne Dünnschichtmethode
Bespiel Dünnschicht.JPG 
PAP-Abstrich mit Dünnschichtmethode
 


Letzte Aktualisierung: 19.11.2018